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Konzept – Wohncontaineranlage für hoch randständige Menschen

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Housing First orientiertes Minimal Wohnangebot 1. Ausgangslage In der Gemeinde Luzern bestehen für einen Teil hochrandständiger Menschen trotz bestehender Hilfsangebote weiterhin gravierende Versorgungslücken im Bereich sicheres Wohnen . Insbesondere Personen mit Mehrfachbelastungen (Sucht, psychische Erkrankungen, soziale Desintegration) können bestehende Wohnangebote nicht oder nur kurzfristig nutzen. Dies führt zu Aufenthalten im öffentlichen Raum, gesundheitlichen Risiken sowie erhöhten Kosten für Notfall-, Polizei- und Gesundheitsdienste. 2. Ziel des Projekts Ziel ist die Schaffung eines rechtlich gesicherten, niederschwelligen und bezahlbaren Wohnangebots in Form von Wohncontainern für Menschen, die aktuell keinen Zugang zum regulären Wohnungsmarkt haben. Das Projekt verfolgt einen Housing-First-orientierten Ansatz : Wohnen wird ohne Vorbedingungen ermöglicht; weiterführende Unterstützungsangebote sind freiwillig und werden separat organisiert. 3. Zielgruppe Erwachsene hochrand...

Wo endet die Privatsphäre? Housing First, Hygiene und Realität

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1. Ausgangslage: Zwei legitime Prinzipien prallen aufeinander Housing First basiert auf einem einfachen, aber radikalen Grundsatz: Wohnen ist ein Recht – kein Belohnungssystem. Daraus ergibt sich eine starke Idee von persönlicher Autonomie: Mein Zimmer ist mein Zuhause. Mein Körper gehört mir. Ich entscheide, wie ich lebe. Gleichzeitig ist eine Containerburg kein isoliertes Einzelwohnen, sondern: eine bauliche Struktur mit gemeinschaftlich genutzten Bereichen und mit Auswirkungen auf andere Bewohnerinnen und Bewohner Hier entsteht ein Spannungsfeld, das nicht wegdiskutiert , sondern klar geregelt werden muss. 2. Klare Trennung: Gemeinschaftsbereiche ≠ private Sphäre Gemeinschaftsbereiche sind kein privater Raum. Sie müssen: sauber gehalten werden respektvoll genutzt werden hygienisch unproblematisch bleiben Das betrifft insbesondere: Innenhof Gänge sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen technische Infrastruktur Hier gilt: Was allen gehört, betrifft auch alle. ...

Ghetto, Grösse und andere Gegenargumente

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1. „Wir wollen kein Ghetto“ – begriffliche Klarstellung Der Begriff Ghetto bezeichnet historisch und fachlich: Zwangsunterbringung fehlende Rechte fehlende Exit-Option Kontrolle ohne Autonomie Absonderung zum Schutz der Mehrheitsgesellschaft ➡️ Bis auf den letzten Punkt trifft dies auf dieses Projekt nicht zu. 2. Warum es aus Sicht der Bewohner kein Ghetto ist Aus der Perspektive der Bewohner ist die Anlage: freiwillig bewohnt rechtlich abgesichert (Mietvertrag) jederzeit verlassbar ein Ort ohne ständige Bewertung, Kontrolle und Sanktion 👉 Sie wird nicht als Ghetto , sondern als Refugium erlebt. „Ein Ghetto ist ein Ort, an den man muss – ein Refugium ist ein Ort, an den man darf.“ 3. Konzentration ist kein Fehler, sondern Funktion Der Einwand lautet oft: „Man darf Probleme nicht konzentrieren.“ Die Realität: Probleme sind bereits konzentriert – nur im öffentlichen Raum Die Frage ist wo , nicht ob Dieses Projekt verlagert: Konsum Konflikte Szenenbildung ➡️ weg von Plätzen, Bahnhöfen...

Funktionelle, spartanisch eingerichtete Wohneinheiten.

 1. Mitverantwortung Sucht schränkt Handlungsspielräume ein, hebt sie aber nicht vollständig auf. Dieses Projekt setzt deshalb auf Schutz und Zumutbarkeit. Die Wohnungen werden bewusst einfach gehalten. Sie gewährleisten Grundversorgung, Sicherheit und Rückzug. Housing First bedeutet Wohnen ohne Vorbedingungen – nicht Wohnen im Komfortstandard. Die Ausstattung orientiert sich an Stabilität und Praktikabilität, nicht an Wohnidealen der Mehrheitsgesellschaft. 2. Kokainpsychose „Manche Menschen geraten durch Kokain in einen Zustand, in dem sie überall nach der Substanz suchen. Sie schrauben Dinge auf oder zerlegen Einrichtungen, weil sich das für sie in diesem Moment logisch anfühlt. Von außen wirkt das unverständlich – für die Betroffenen ist es real.“ Aus diesem Grund werden die Wohneinheiten bewusst spartanisch und bedürfnisgerecht eingerichtet. Eine robuste, niet- und nagelfeste Infrastruktur schützt die Bewohner:innen selbst ebenso wie das Gebäude – nicht a...